TV & Film Produktionen in deutscher Qualität

„Der Wok ist ein kugelförmiger Kochtopf, der in der asiatischen Küche zu den wichtigsten Geräten gehört. In ihm werden köstlich frische Spezialitäten zubereitet – mit berüchtigter Schärfe. Und genau so sind auch die Stories, die wir realisieren.“

Mediawok ist eine Full-Service TV- und Filmproduktion mit Sitz in Bangkok. Wir sind einer der führenden Dienstleister für TV, Film in Südostasien. Konzept, Redaktion, Produktion, Kamerateam und Postproduktion – alles aus einer Hand. Nutzen Sie unsere langjährige Erfahrung in Asien für Ihr Vorhaben. Komplette Produktionen sowie einzelne Dienstleistungen werden in gewohnt deutscher Qualität realisiert: Hochwertig, kreativ und dabei flexibel und kostengünstig.

Unser Team setzt sich aus Profis zusammen, die alle regelmäßig für große Sender in Deutschland und der Schweiz arbeiten.

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Redaktion & Produktion

Magazinbeiträge, News, Dokumentationen, Reality-Soaps, Industriefilme, Hochglanzproduktionen, Gameshows – wir sind mit den verschiedensten Formaten vertraut.
Wir realisieren Komplettproduktionen von der Idee bis zum fertigen Film. Selbstverständlich stehen wir auch für einzelne Dienstleistungen zur Verfügung. Unser Team schreibt Konzepte und Storyboards. Sorgfältiges Recherchieren, Location-Scouting und Casting garantiert einen reibungslosen Ablauf ihres Projektes. Durch die Zusammenarbeit mit unseren orts- und sprachkundigen Reportern, Producern und Redakteuren produzieren sie schneller, besser, kostengünstiger und entspannter.

Technik

Wir produzieren auf XDCAM und Vollformatkameras. Unsere (deutschsprachigen) Kamerateams sind mit modernster Technik von Sony, Canon, Blackmagic, Sachtler, Lectrosonics, Sounddevices usw. ausgestattet.
Sonderwünsche wie Steadicam, Kran, Schiene, versteckte Kamera, großes Licht sind problemlos realisierbar.
Wir schneiden auf AVID und Final Cut Pro Schnittsystemen.

Für aktuelle Berichterstattung organisieren wir schnell und zuverlässig Satelliten-Uplinks und FTP-Server-Uploads.

Referenzen

  • RTL
  • Pro7
  • ARD
  • ZDF
  • WDR
  • Broadview TV
  • VOX
  • Sat1
  • i+u
  • n-tv
  • MME
  • Tango Film
  • Schweizer Privatfernsehen 3+
  • Bertelsmann
  • Deutsche Welle TV
  • Schweizer Fernsehen SF
  • Eyeworks
  • RTL 2
  • Spiegel TV
  • Facts & Fiction

Wigald Boning in Bangkok

„Khun Weeegaaa“ oder „Mr. Bonninn“ – die Thailänder haben Schwierigkeiten mit der richtigen Aussprache seines Namens. Und dennoch ist der deutsche Comedystar Wigald Boning in Thailand tatsächlich richtig berühmt. Als „Dr. Megaclever“ kennen ihn viele, auf der Straße schaut man ihn an, Frauen möchten Erinnerungsfotos mit ihm. Seine deutsche Sendung „Clever“ – die SAT1 Wissensshow, die er gemeinsam mit Barbara Eligmann moderiert – läuft nämlich auch im thailändischen Fernsehen, auf thai synchronisiert natürlich. Und weil der blasse deutsche Fernseh-Professor bei den Thais so gut ankommt, hatte ihn die hiesige Produktionsfirma jetzt in 3 weitere Shows als Gast eingeladen.

Boning in Bangkok

Ein Asienerlebnis der besonderen Art für den deutschen Comedian: „Ich kam bei der ersten Show an und es gab eine Produktionsbesprechung – nur auf thai! Bevor irgendwer mir mal irgendwas übersetzen konnte, wurde alles ganz hektisch, ich hörte so was ähnliches wie meinen Namen, das Rotlicht ging an und ich wurde einfach auf die Showbühne geschoben!“ Wigald Boning schüttelt immer noch lachend fassungslos den Kopf, als er mir über seine Erfahrungen im thailändischen Fernsehen erzählt: „In einer anderen Show, in einem Sketch sollte ich einen chinesischen – jaaaa, chinesischen! – Soldaten spielen und immer nur „yes“ sagen! Sie dachten wohl, Hauptsache Ausländer! Als ich aus Quatsch einmal „no“ sagte, schrieben sie ganz ernst „yes“ auf eine Tafel und hielten sie hoch für mich! Kein Witz!“

Thailand Crashkurs

Wigald Boning ist zum ersten Mal in Thailand, zum ersten Mal in Asien. „Das war schon toll, dass ich durch diese Fernsehsendungen gleich einen ganz besonders intensiven Einblick in thailändisches Leben bekam.“ Und ganz besondere kulturelle Lehrstunden. Wie man richtig grüßt im Fernsehen z.B.. Der thailändische Verbeugungsgruß Wai wurde mehrfach geübt mit ihm. „Mein Vorschlag, dass ich als Deutscher Hände schüttele oder nur nicke oder freundlich winke, wurde empört abgewehrt!“ Für einen Auftritt an einem Montag bekam er ein natürlich gelbes T Shirt, er lernte beim Dreh im Tempel, wann und wo man die Schuhe auszieht, dass man keine Witze über den König macht und auch nicht einfach fremde Menschen nach ihrer politischen Meinung fragt.
„Ich finde toll, dass ich so mehr als nur die üblichen großen Sehenswürdigkeiten zu sehen bekam und wahrscheinlich in einer Woche Thailand intensiver erlebt habe als die meisten Touristen beim ersten Mal hier.“
Und so wollte Wigald Boning auch seinen letzten Tag nicht faul am Pool verbringen, sondern nochmal eintauchen ins Bangkoker Leben abseits der Touristenpfade. Und wir durften ihn begleiten auf seinen ungewöhnlichen kulturellen Lehrpfaden durch Bangkok:

Christina Grawe und Wigald Boning

Christina Grawe und Wigald Boning

Lektion 1: Coole Fotos auf thailändische Art

Die Thais lieben Wigald und sie lieben lustige Fotos. Und so wollte auch die thailändische Studentin Gig unbedingt ein Erinnerungsfoto mit „Dr. Megaclever“. Schließlich hatte sie erst neulich in seiner Show gelernt, wie sie Kaugummireste von ihrer Hose entfernen kann. Also Hände hoch – und Foto! „Hände hoch?“ Wigald Boning schaute erstaunt. Aber wer einen Tag lang mal beobachtet, welche Posen Thailänder beim Fotografieren einnehmen, weiß schnell, wie es geht. Gig erklärt es Wigald Boning: „Wenn du als Mädchen auf einem Foto wirklich sexy und niedlich aussehen willst, musst du mit beiden Hände neben dem Kopf ein V-Zeichen machen! Und coole Typen – so wie du – spreizen einfach Zeigefinger und Daumen unterm Kinn!“ „Das ist cool??“ fragt Wigald. „Ja!“ sagt Gig „das hat mal ein cooler Typ in einer Werbung so gemacht und das finden wir thailändischen Frauen total sexy bei Männern!“

Wigald Boning (cool)

Wigald Boning (cool)

Lektion 2: Stinkende Früchte sind nicht immer verdorben.

Der Markt in Bangkoks Slumviertel Khlong Toey ist sicher einer der krassesten Orte für deutsche Touristen. Lebendige Fische zappeln in den Auslagen, auf dem Boden fließt das Blut der eben geschlachteten Kuh, Schweineköpfe türmen sich auf den Tischen neben Fröschen und Schlangen. Frischfleisch und Gemüse neben Billigtextilien. Die Gerüche überlappen sich. Wigald Boning findet´s toll und schaut sich interessiert alles an.

Wigald Boning probiert Durian

Wigald Boning probiert Durian

Eine Marktfrau hält ihm eine riesige Frucht mit Zacken hin und schneidet sie auf für ihn. Ein extrem starker fauliger Geruch schlägt ihm entgegen. Aber nein, das Obst ist nicht verdorben. Der erfahrene Thailandreisende wird es wissen: es ist eine Durian, auch Stinkefrucht genannt. Und erst wenn sie sooo riecht, ist sie wirklich reif und wirklich lecker, sagen die Thais. Der deutsche Komiker glaubt´s und probiert mutig: „Wenn man sich ganz stark darauf konzentriert, den unangenehmen Geruch auszuschalten, dann schmeckt´s gut.“ So ganz gelingt es ihm aber nicht und den Rest der Frucht verschenkt er dann doch lieber.

Lektion 3: Schlangenblut – erst nach 15 Uhr!

Im Thailand-Film „The Beach“ trinkt Leonardo di Caprio ein Glas Schlangenblut. Und der Khlong Toey Market ist berühmt für Kobrablut und Nattercurry. „Ich habe schon mal Schlange gegessen! Ich probiere gerne alles!“ erzählt Wigald Boning. Aber wir suchen vergeblich, die Garküchen am Rande des Marktes verkaufen nur Huhn, Rind, Fisch und Schwein. Wo sind die berühmten Schlangendelikatessen? „Ngu? Schlange? Viel zu früh! Kobrablut gibts nicht vor 15 Uhr!“ erklärt ein Händler. Der Grund: Schlangenblut gemischt mit hochprozentigem Alkohol wird eine enorm aphodisiakische Wirkung nachgesagt und die will der Thailänder normalerweise doch eher abends genießen. Wigald Boning beschließt, auf das tierische Potenzgetränk doch lieber zu verzichten. Aber immerhin – wieder was gelernt!

Lektion 4: Auch Geister schauen gerne fern.

Ein Tempel weit abseits der Touristenziele: in der Sukhumvit Soi 77. Der Mae Nak Schrein im Maha But Tempel. Hier wohnt laut Legende der Geist einer jungen Frau, die Mae Nak hiess. Und der Geist schaut offenbar gerne fern, denn hier im Tempel läuft vor der Statue Mae Naks 24 Stunden lang der Fernseher. Als Wigald Boning dorthin kommt, läuft gerade Thaiboxen. „Ob sie auch meine Sendung mag?“ lacht er und lernt: Gläubige Thailänder opfern gerne praktische Dinge. Und so sieht dieser Schrein eher wie ein Wohnzimmer aus oder ein Geschäft. Es stapeln sich Kleidungsstücke, Schmuck, Kosmetika und Spielzeug für das Kind von Mae Nak. Mae Nak war eine junge Frau, deren Mann in den Krieg zog. In seiner Abwesenheit bekam sie ein Kind und starb dabei. Als der Mann zurück kam, fand er Frau und Kind aber wohlauf vor und merkte lange nicht, dass er mit einem Geist zusammenlebte. Diese alte thailändische Geistergeschichte wurde unzählige Male verfilmt, zuletzt auch als Soaopopera. Seitdem ist der Tempel noch beliebter und seitdem hat man auch Mae Nak einen Fernseher hingestellt. Denn wer maßt sich an zu behaupten, Geister würden nicht auch gerne mal fernsehen! „Wirklich einer der schönsten und interessantesten Orte Bangkoks!“ findet Wigald Boning.

Im Tempel Maha But

Im Tempel Maha But

Lektion 5: Die Zukunft kostet 4 Euro.

Auf dem Gelände rund um den Mae Nak Schrein stehen unzählige Tische mit Wahrsagern. „Das will ich auch mal!“ sagt Wigald Boning. Nach etwas Suchen bringt man ihm auch ein Mädchen herbei, das etwas englisch spricht. Als sie den Mund aufmacht, erschrecken wir kurz: die hübsche junge Frau ist gar keine. Mit tiefer Stimmer erklärt sie/er Wigald dann, wie viele Karten er ziehen soll. 20 Minuten lang werden Karten gemischt, gezogen, ausgelegt. Zu seiner Überraschung werden ihm aber keine mysteriösen Weissagungen gemacht, sondern lebensnahe praktische Tipps verkündet. „Take good care mobile phone!“ übersetzt der Ladyboy.

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Weissagung für Wigald

Verwirrt schaut Wigald hoch „Auf mein Handy aufpassen!? Okay, na klar!“ Für umgerechnet 4 Euro weiss er am Ende des Tages: sein Handy ist in Gefahr, sein Geldbeutel aber nicht. Finanziell werden die nächsten Jahr top sein. Wenn er zu viel arbeitet, wird er krank, sonst aber ist alles in Butter. Ach ja, seine Frau ist wahrscheinlich schwanger, teilt man ihm mit! Kann aber auch ein Übersetzungsfehler der Mädchens sein, das gar keins ist. Wigald Boning will aber am Abend vorsichtshalber doch mal zuhause anrufen und nachfragen – sofern er bis dahin sein Handy noch hat.