Familie wiedervereint nach zehn Jahren Trennung durch den Tsunami

2004, Aceh Province, Indonesia: Der gewaltige Tsunami verwüstet ganze Landstriche und tötet Hunderttausende Menschen im Indischen Ozean. Das Schicksal der Menschen, die nie zurückkehrten ist bis heute unvergessen. Der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt und Wunder passieren immer wieder. So beteten Jamaliah und ihr Ehemann Septi Rangkuti den jeden Tag darfür, dass sie ihre beiden Kinder, die heute 17-jährige Arif Pratama und den heute 14-jährigen Sohn Raudhatul wiederfinden würden. Wie das Wunder wahr wurde, erfahren sie demnächst bei “Punkt 12“ auf RTL.

Die Familie Rangkuti glücklich vereint beim Abendessen

Die Familie Rangkuti glücklich vereint beim Abendessen

 

Größte Müllhalde in Indonesien

Circa 5.000 Menschen- Kinder, Frauen und Männer – arbeiten sieben Tage die Woche, Tag und Nacht auf der größten Müllhalde Indonesiens. Wie Ameisen sehen die Arbeiter auf dem unvorstellbar riesigem Müllberg aus. Die Bagger stehen hier niemals still, um die 600 LKW kommen pro Tag und liefern das ab, was andere wegschmeissen und womit die Leute hier ihr täglich Brot verdienen. 6.000 Tonnen Abfall: Plastik, Papier, Holz, Metall, Elektroschrott, vergammelte Lebensmittel.

Unglaublich: In diesen Bergen von Müll arbeiten täglich tausende von Menschen

Unglaublich: In diesen Bergen von Müll arbeiten täglich tausende von Menschen

Cariman mit seiner Frau Rosini und dem 5 Monate alten Baby Jayadi

Cariman mit seiner Frau Rosini und dem 5 Monate alten Baby Jayadi

Unerträglicher Gestank und Dreck: Dreharbeiten im Müllberg

Unerträglicher Gestank und Dreck: Unser Kameramann Francisco macht seinen Job trotzdem mit Enthusiasmus

Erdbeben auf Sumatra, Mediawok Kamerateam vor Ort

Ein Erdbeben der Stärke 7,9 hat am vergangenen Mittwoch die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Am Tag danach herrscht immer noch Chaos, das Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht absehbar.

Erdbebenschäden in Padang

Erdbebenschäden in Padang

Die Zahl der Opfer liegt am Donnerstag Mittag Ortszeit bei 465, aber wie viele Menschen von zusammengebrochenen Gebäuden verschüttet worden sind, ist noch nicht klar. Nationale und internationale Hilfe ist mittlerweile auf dem Weg. Seit Donnerstag Vormittag ist der Flughafen Padang trotz Beschädigung der Landebahn wieder geöffnet. Unsere Reporter sind auf dem Weg von Bangkok nach Padang und werden ab 1.Oktober für RTL, N-TV sowie DRS Radio und SF berichten.

Mediawok Kameramann filmt Rettungsarbeiten

Mediawok Kameramann filmt Rettungsarbeiten

Kontakt zum Team vor Ort und weitere Informationen über Christina Grawe +66860007114

Mit dem VW-Kübelwagen auf Bali unterwegs

Indonesien besteht aus 17.508 Inseln und ist der weltgrößte Inselstaat und die größte Nation Südostasiens. Bali ist die am häufigsten besuchte Touristeninsel Indonesiens. Die „Insel der Götter“ gilt als Paradies auf Erden. Mit knapp 5.600 qkm – gerade doppelt so groß wie das Saarland – hat dieses Staubkorn auf der Weltkarte ein unglaubliches Repertoire an Gesichtern.Vier Millionen Besucher kommen jährlich an die Traumstrände. Trotzdem hat Bali auch jenseits des Tourismus immer seine eigenständige kulturelle Identität bewahrt. Mit VW-Oldtimern sind wir auf eine ganz besondere Entdeckungstour gegangen.

VW Kübelwagen Bali

VW Kübelwagen Bali

Eine Tour ganz nah am Leben der Balinesen

Die Wagen sind offen und so ist der Reisende bei den langsamen Fahrten durch Dörfer und Reislandschaften näher am Geschehen. Vor allem wird die Insel mit einem wichtigen Sinnesorgan wahrgenommen, der Nase – man riecht die Insel. Und die knallbunten Autos werden von den Inselbewohnern deutlich fröhlicher begrüßt als die klimatisierten Reisebusse.

Nicole Saft und Andreas Safner sind schon seit einer Woche auf Bali. Sie genießen Sonne, Strand und Meer – heute allerdings wollen sie ins Inselinnere und etwas erleben. Eine normale Inselrundfahrt wäre ihnen allerdings zu langweilig. Sie wollen etwas Besonderes.

„Wir wollen nicht wie die anderen Touristen im klimatisierten Reisebus über die Insel fahren und nur durchs Fenster schauen. Deshalb haben wir uns für die Kübelwagen-Tour entschieden, weil man da einfach näher an Land und Leuten ist“, sagt Nicole Saft.

Die beiden sind von der Freundlichkeit der Balinesen begeistert und freuen sich schon darauf mehr über die Menschen die hier leben zu erfahren.

Erste Station: Meerestempel

Meerestempel Tanah Lot

Meerestempel Tanah Lot

Erste Station der Tour ist der berühmte Meerestempel Tanah Lot. Der Tempel liegt auf einer Felsspitze im Meer dicht am Ufer. Auf dem Fußweg ist Tanah Lot – ohne dabei nass zu werden – nur bei Ebbe zu erreichen. Heute ist daran nicht zu denken – zu starke Wellen. Der Tempel ist eines der beliebtesten und bekanntesten Fotomotive auf Bali. Erfinder der Bali VW Tour ist der Österreicher Gery Nutz. Vor fast genau zwanzig Jahren hatte er die Tour mit den Kübelwagen aus einer Notwendigkeit erfunden.

„Ich habe den ersten Wagen damals als Schrott gekauft und komplett restauriert. Am 18. April 1988 habe ich damit dann meine erste Inseltour gemacht. Damals waren die Strassen auf Bali noch so schlecht, dass wir ein geländegängiges Auto brauchten. Der Kübelwagen hat den Motor vom Käfer 1303. Eine sechzehnhunderter Maschine mit 48 PS. Das wurde von den Indonesiern so gewünscht, damit man auch wirklich durch die Schlaglöcher durchkam. Die Robustheit des Wagens hat uns überzeugt. Außerdem ist er leicht zu warten. Fast jeder Mechaniker hier auf Bali kann daran rumschrauben.“ Die Inseltour im Kübelwagen kostet 39 Euro, Insidertipps von Gery inklusive.

Candi Kunig Markt

Nächste Station ist der Markt Candi Kunig. Hier gibt es Souvenirs aber auch Gemüse, Früchte und Gewürze. Auf dem Markt ist Feilschen angesagt. Gerys Rat: Vom Preis der zu Anfang genannt wird, muss man mindestens die Hälfte runterhandeln. Mit Hilfe eines Taschenrechners feilschen Nicole und Andreas hartnäckig und erzielen schließlich einen guten Preis für einen ganzen Haufen Gewürze.

„Wir haben Nelken gekauft für die Weihnachtszeit, Stern-Anis und Vanille, das wird alles hier angebaut. Der Händler wollte erst umgerechnet 39 Euro, wir haben ihn jetzt auf 18 Euro runtergehandelt. Da wäre bestimmt noch mehr drin gewesen, aber er ist sehr hartnäckig“, erklären Nicole und Andreas.

Schnell geht es zu weiteren Insel-Highlights: am Ufer des  Bratan Sees auf 1200 Meter liegt der Ulun Danu Tempel. Er ist den drei wichtigsten hinduistischen Gottheiten Brahma, Shiva und Vishnu geweiht und somit einer der bedeutensten Tempel der Insel.

Rock tragen Pflicht – auch für Männer

Eine knappe Autostunde entfernt ist der berühmte Bergtempel Pura Luhur. Wer hier rein will, muss ordentlich gekleidet sein, auf Bali heißt das, Rock tragen – auch für die Männer. Zum Glück hat Gery ein paar Sarong-Tücher im Kofferraum. Überall auf Bali sieht man kleine Opfergaben, meist auf dem Bürgersteig, Gery erklärt hier was es damit: “Im hinduistischen Glaube ist alles beseelt, selbst die kleinste Blume. Diese Essenz opfert man Göttern, Geistern und Dämonen in Verbindung mit einem Räucherstäbchen. Der Rauch gilt als Transportmittel, die Glut des Räucherstäbchens symbolisiert die Sonne und ist Zeuge der Opfergabe.“

Was sonst keine Tour bietet: Gery verschafft seinen Gästen einen Blick hinter die Kulissen. Auf dem Hof eines Freund zeigt er, wie das typische zuhause einer balinesischen Familie aussieht.

„Normalerweise braust man nur an Mauern entlang und hat keine Ahnung wie es dahinter aussieht, wie die Menschen leben. Auf dieser Tour hat man die Möglichkeit zu sehen, wo gegessen wird, wo geschlafen wird und so weiter. Das ist wirklich ein Blick hinter die Kullissen“, begeistert sich Andreas Safner.

Nach zehn Stunden ist die Tour zu Ende und für Gery geht es nach hause.

Der gebürtige Österreicher Gery Nutz lebt bereits seit 23 Jahren auf Bali. Inzwischen ist er indonesischer Staatsbürger und hat den Hinduismus als Glauben gewählt und so befindet sich auf seinem Anwesen auch der obligatorische Haustempel.

„Beigetreten bin ich erst vor zehn Jahren. Auf Bali ist das nicht nur eine Religion, sondern auch eine Sozialstruktur. Aber es ist auch meine Überzeugung“, so Gery Nutz.

Tochter Chandra und seine Frau Kompiang helfen bei Gerys kleinem Reiseunternehmen kräftig mit. Auf einer seiner Touren gibt es ein traditionelles balinesisches Essen, dass auch auf traditionellem Geschirr serviert wird: aus Palmblättern stellen sie Teller und Schälchen her. Wer will, kann auch bei Gery Nutz wohnen. Fünfzig bis Fünfundsiebzig Euro kostet so eine Villa pro Nacht.

Allgemeine Infos

Direktflüge von Bangkok gibt es mit Thai Airways und Garuda. Außerdem gibt es Flüge mit Air Asia über Kuala Lumpur oder mit Singapore Airlines und Jetstar über Singapur.

Die Währung auf Bali ist die Indonesische Rupie. Ein Euro sind etwa 13.000 IDR.

Zur Einreise nach Indonesien benötigt man ein Visum, das allerdings bei der Ankunft ausgestellt werden kann. Es gibt Touristenvisa für einen 7-tägigen Aufenthalt (10 U$) oder für 30 Tage (25 U$).