Familie wiedervereint nach zehn Jahren Trennung durch den Tsunami

2004, Aceh Province, Indonesia: Der gewaltige Tsunami verwüstet ganze Landstriche und tötet Hunderttausende Menschen im Indischen Ozean. Das Schicksal der Menschen, die nie zurückkehrten ist bis heute unvergessen. Der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt und Wunder passieren immer wieder. So beteten Jamaliah und ihr Ehemann Septi Rangkuti den jeden Tag darfür, dass sie ihre beiden Kinder, die heute 17-jährige Arif Pratama und den heute 14-jährigen Sohn Raudhatul wiederfinden würden. Wie das Wunder wahr wurde, erfahren sie demnächst bei “Punkt 12“ auf RTL.

Die Familie Rangkuti glücklich vereint beim Abendessen

Die Familie Rangkuti glücklich vereint beim Abendessen

 

Nebenwirkung Ausrottung

Tigerknochen gegen Rheuma, Nashornmehl als Fiebermittel, Seepferdchen als Potenzmittel – die Liste der chinesischen Wundermedizin ist lang. Der Glaube an ihre Heilkraft zumindest in Asien ist noch immer weit verbreitet. Die Folgen sind dramatisch – obwohl der Handel mit vielen bedrohten Tierarten längst verboten ist. In Asien ist das Nashorn beispielsweise weitgehend ausgerottet. Quer durch Asien hat sich „planet e“ auf die Spuren von Wilderern, Händlern, Wunderheilern und Ärzten begeben.

Sie können sich die Reportage hier in voller Länge ansehen.

Von Seepferdchen über Ginseng bis zum Schildkrötenpanzer: In den Apotheken in Chinatown, Bangkok gibt es fast alles, was das chinesische Herz begehrt.

Von Seepferdchen über Ginseng bis zum Schildkrötenpanzer: In den Apotheken in Chinatown, Bangkok gibt es fast alles, was das chinesische Herz begehrt.

Tigerknochen gegen Rheuma?

Tigerknochen gegen Rheuma?

Getrocknete Tausendfüßler

Getrocknete Tausendfüßler

Darf's noch etwas Schlange sein?

Darf’s noch etwas Schlange sein?

Und ein paar Gramm Käfer?

Und ein paar Gramm Käfer?

Die schwarze Magie des Goldenen Fötus

Mitte Mai 2012 fand die Polizei in Bangkok sechs geröstete und vergoldete Embryos, die ein Brite taiwanesischer Herkunft in einem Hotelzimmer in Chinatown aufbewahrte. Der 28-jährige Chow Hok Kuen erklärte, er wollte die Föten als magische Glücksbringer in Taiwan an Geschäftsleute verkaufen.

Zwei der sechs goldenen Föten, die Chow Hok Kuen nach Taiwan schmuggeln wollte

Zwei der sechs goldenen Föten, die Chow Hok Kuen nach Taiwan schmuggeln wollte

Was für Europäer wie der Plot eines Horrorfilms klingt, ist in manchen Teilen Asiens ein weit verbreiteter Glaube, wie zum Beispiel in Thailand, wo die Föten nicht nur gefunden wurden, sondern mutmasslich auch her stammen.

Die Wurzeln dieses Glaubens liegen in der thailändischen Sage namens „Khan Chan Khan Phasen“, in der ein toter Embryo dem Protagonisten übernatürliche Kräfte verleiht und ihn beschützt.

Unser Reporter Alexander Grawe machte sich auf den Weg, einen Experten zu suchen. Und wo könnte man jemand besseren finden als auf dem Amulettmarkt in Bangkok?

Supachai Ruangsangamsiri ist Spezialist für Amulette und Buddhastatuen

Herr Supachai Ruangsangamsiri ist ein wahrer Fachmann auf dem Gebiet der Amulette. Er hat natürlich schon einige „Guman Thong“ – so heissen die goldenen Föten auf Thai – bereit gestellt. Als wir eintreffen sind wir jedoch etwas überrascht, diese sehen gar nicht wie gespenstische tote Embryos aus, sie sehen eigentlich aus wie Buddha-Statuen, nur dass der Buddha den Körper eines Kleinkindes hat, und sie sind aus Stein, Ton, Metall oder Holz und nicht aus Fleisch.
Etwas enttäuscht sind wir schon. Aber Herr Ruangsangamsiri klärt uns auf: Dies sind die normalen „Guman Thong“, die aus echten Embryos benützt man ausschliesslich für schwarze Magie, und damit will man hier nichts zu tun haben.

Guman Thong Statuen sehen auf den ersten Blick aus wie Buddha-Statuen

Allerdings haben wir doch noch einen schönen Fund gemacht:

Täuschend echt: Nachgebildeter Fötus in Öl

Und diese sollen im Prinzip dieselbe Wirkung haben, wie echte „Guman Thong“: Glück, Reichtum und Schutz – was will man mehr?

Tha Prachan, der Amulett-Markt in Bangkok